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Spindeltreppe für das Eigenheim: Der Weg für Individualisten

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Spindeltreppen haben eine lange Geschichte. Bereits in der Antike haben Römer und Griechen die Zugänge zu Burgen und Festungen mit der besonderen Treppenform zugänglich gemacht. Von geschichtlichem Wert sind ebenfalls die seit dem Mittelalter in Kirchen und Schlössern genutzten Spindeltreppen. Sie waren oft reich verziert und wahre Prunkstücke, die zu architektonischen Meisterwerken zählen.

Zu dieser Zeit entwickelte sich das Bewusstsein für die Vorteile von Spindeltreppen. Sie sind platzsparend und nutzen vertikalen Raum in einem Haus effizient aus. Unabhängig von dem geringen Platzanspruch ist eine Spindeltreppe ästhetisch ansprechend und ein Symbol für schlichte Eleganz. Wer sich für eine Wendel- oder Spindeltreppe im eigenen zu Hause entscheidet, sollte einen Experten beauftragen, der die Treppe individuell an die Raumvorgaben anpasst.

Wendel- oder Spindeltreppe

Beide Treppenarten haben den charakteristischen spiralförmigen Aufbau. Eine Spindeltreppe windet sich zusätzlich um eine zentrale Stützsäule der sogenannten Spindel. Die Stufen sind um einen Pfeiler oder eine Säule in der Mitte der Treppe angeordnet. Wendeltreppen sind hingegen in der Mitte offen. Der spiralförmige Aufbau hat in der Mitte eine runde Öffnung. Welche Bauweise die richtige für das eigene Zuhause ist, ist abhängig von der Raumwirkung, die erzielt werden soll. Eine Wendeltreppe kann durch die offene Mitte leichter wirken. Die Installation kann allerdings auch aufwendiger ausfallen.

Eine Spindeltreppe bietet die größere Vielfalt hinsichtlich der Einbaumöglichkeiten, da sie mit wenig Platz auskommt. Die schmale Treppenlösung ist gut geeignet, um einen komfortablen Zugang zu einem ausgebauten Zimmer unter dem Dach zu kommen. Wo vorher der Zugang zum Dachboden nur über eine klappbare Dachtreppe möglich war, kann die Spindeltreppe diese ersetzen. Überall dort, wo im Haus Etagen überwunden werden müssen und nur wenig Platz zur Verfügung steht, sind Wendeltreppe ideal. Wetterfeste Ausführungen sind geeignet, um einen separaten Eingang zu einer Einliegerwohnung oder den Zugang zur Dachterrasse stilvoll zu gestalten.

Materialien für Spindeltreppen

Die Baumaterialien für Spindeltreppen unterscheiden sich nicht von den modernen Materialien, die für herkömmliche Treppen zum Einsatz kommen. Metall und Glas wirken immer schlicht und elegant. Zusätzlich erzeugen sie den Eindruck von Leichtigkeit. Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude saniert, muss authentische Baumaterialien wählen. Holz oder Stein zählten lange Zeit zu den bevorzugten und verfügbaren Werkstoffen. Holz ist nach wie vor beliebt und überzeugt durch eine warme und natürliche Ausstrahlung.

Für eine Treppe, die vom Wohnraum in die oberen Räume führt, spielt die Ästhetik eine entscheidende Rolle, da sie in das Wohnambiente integriert ist. Für den Außenbereich ist neben der Witterungsbeständigkeit auch die eine harmonische Verbindung zur Architektur von Bedeutung. Als Zugang zum Keller oder zum Dachboden kann die Funktionalität und der eingesparte Platz in den Vordergrund rücken.

Unterschied zu herkömmlichen Treppenarten

Eine Spindeltreppe zählt nicht zum Standard beim Hausbau und das macht sie zu etwas Besonderem. Die Individualität fließt in die Kosten ein. Je nach Anforderungen muss eine Spindeltreppe individuell für den vorhandenen Platz geplant werden und die Installationsanforderungen können aufwendiger sein. Dies kann sich in den Kosten und der Bauzeit widerspiegeln. Im Gegenzug erhalten Bauherren eine Treppe, die ihren persönlichen Ansprüchen entspricht und das Ambiente außergewöhnlich macht.

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